Der erste Schritt in eine Therapie ist für viele Menschen mit Fragen, Unsicherheiten oder auch Zurückhaltung verbunden.
Das ist verständlich. Im Erstgespräch geht es zunächst darum, anzukommen.
Ich begrüsse Sie in einem geschützten Rahmen und gebe Ihnen Raum, Ihr Anliegen in Ihrem eigenen Tempo einzubringen. Dabei gibt es kein richtig oder falsch, keinen „perfekten“ Anfang und keinen bestimmten Weg, wie Sie erzählen müssen.
Manche Menschen kommen mit einem klar benennbaren Anliegen, andere zunächst mit einem diffusen Gefühl, dass sich etwas verändern sollte. Beides hat Platz. Im Zentrum steht vorerst das Zuhören und Verstehen.
Sie erhalten die Möglichkeit, Belastungen, Fragen oder persönliche Themen offen anzusprechen, ohne vorschnelle Bewertung oder Druck. Gemeinsam verschaffen wir uns einen ersten Überblick über Ihre aktuelle Situation, bisherige Erfahrungen sowie mögliche psychische oder körperliche Vorerkrankungen.
Auch organisatorische Fragen, etwa zur Grundversicherung, ärztlichen Anordnung oder administrativen Unterlagen, werden in diesem Rahmen geklärt. Falls eine Abrechnung über die Grundversicherung vorgesehen ist, bitte ich Sie, die notwendigen Unterlagen nach der Terminvereinbarung möglichst vorab einzureichen oder über Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder eine psychiatrische Fachperson zukommen zu lassen. Das Erstgespräch dient zudem dazu, erste Überlegungen zur weiteren gemeinsamen Arbeit zu entwickeln:
Was steht aktuell im Vordergrund, welche Ziele bestehen und welcher therapeutische Rahmen erscheint sinnvoll. Nicht zuletzt geht es auch darum, dass Sie ein Gefühl dafür entwickeln können, ob Sie sich in diesem Rahmen gut aufgehoben fühlen. Therapie beginnt nicht mit der Erwartung, sofort Antworten zu haben.
Oft beginnt sie damit, Raum zu erhalten, in dem alles, was da ist, zunächst verstanden werden darf.
